Mit dem Zug nach Frankreich

Hallo, hier ist wieder Emma. Wir sind aus unserem Urlaub zurück. In den Herbstferien waren wir für eine Woche mit Freunden in der Provence.

Erst hatten wir überlegt, einen Flug von Hannover nach Marseille zu buchen, aber dann haben wir entdeckt, dass man auch mit der Bahn nach Südfrankreich fahren kann. Es gibt sogar eine direkte Verbindung von Frankfurt nach Avignon und weiter nach Marseille. Wir hatten noch nie so eine lange Zugreise gemacht und waren gespannt auf den TGV, so heißt der schnellste Zug in Frankreich.Unsere Hinreise von Leiferde nach Avignon war mit 11:30 Stunden geplant. Leider fing der Anfang der Reise schon sehr bummelig an, wir standen bereits in Meinersen etwa 7 Minuten rum, weil der Bordrechner noch mal hochgefahren werden musste. Da hatten wir etwas Sorge, unseren Anschlusszug in Hannover zu verpassen. Aber da dieser auch 20 Minuten Verspätung hatte, haben wir den ICE nach Frankfurt noch bekommen. Von dort ging es im TGV weiter, der ebenfalls mit 20 Minuten Verspätung gestartet war. Weil der TGV in Frankreich sehr schnell fahren kann, sind wir dann in Avignon genau pünktlich angekommen.

Der TGV hat uns sehr gut gefallen. Wir hatte zu dritt immer Platz an einem Familientisch. Mit uns waren viele Familien mit Kindern aus Deutschland unterwegs. Wir haben zusammen Karten gespielt und gemalt, so dass die Zeit doch schneller vergangen ist, als wir vorher gedacht hatten. Lustig war, dass fast alle Familien, die wir getroffen haben, ihre Getränke in den bunten Metallflaschen transportiert hatten, die es jetzt überall in den Bioläden gibt. Außerdem haben wir Ziegenkäse in Bienenwachstüchern und selbstgemachte Eierkuchen als Picknickproviant entdeckt. Wir hatten Milchreis in Marmeladengläsern mit. Die waren leider sehr schwer.

Avignon hat einen sehr schönen modernen Bahnhof, den wir allerdings erst bei der Rückfahrt bei Tageslicht bewundern konnten. Morgens wirkten alle Reisenden ziemlich entspannt, was vielleicht auch damit zusammenhing, dass in der Bahnhofshalle ein öffentliches Klavier stand, an dem ein Junge Songs von Ed Sheeran gespielt hat. Wir haben beim Einsteigen in den TGV unsere Berliner Reisebekanntschaften wieder getroffen. Die Rückreise verlief diesmal glatt, so dass wir 10:30 Stunden später in Leiferde ankamen. Jetzt wollten wir zuhause herausfinden, wie viel CO2 wir tatsächlich mit unserer Reise per Bahn eingespart haben. Im Internet gibt es auf quarks.de einen CO2-Rechner, mit dem man ganz einfach Reisen mit verschiedenen Verkehrsmitteln vergleichen kann. Und hier ist unser pro-Kopf-Ergebnis für die einfache Strecke:

Danach habe wir im Vergleich zu einer Reise mit dem Flugzeug mit drei Personen für die Hin- und Rückreise insgesamt 1,4 t CO2 gespart. Für die Zugfahrt haben wir für einen Erwachsenen und zwei Kinder 300 Euro bezahlt, drei Flugtickets nach Marseille hätten 900 Euro gekostet. Und wir haben ziemlich viele nette Menschen auf der langen Fahrt kennengelernt.

Also ist Zugfahren gar nicht so schlecht, erst recht wenn man damit der Umwelt helfen kann.

Viele Grüße Emma

 

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