Diese jungen Klimaretter siegen bei der Challenge #EsIstUnsErnst

Sie setzen sich jeden Tag für Klima und Umwelt ein – und sie reden darüber, damit andere mitziehen: Die Kinder und Jugendlichen, die beim Wettbewerb von PAZ, AZ und WAZ gewonnen haben, sind Vorbilder für eine ganze Generation.

Die Gewinner der gemeinsamen Klima-Challenge #Esistunsernst der Peiner Allgemeinen Zeitung, der Aller-Zeitung aus Gifhorn und der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung stehen fest: Benjamin Swinka vom Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen konnte sich vor Malú Schrieber von der Gebrüder-Grimm-Schule Gifhorn sowie dem Team Ilse und Timo Ewald aus Wolfsburg durchsetzen. Einen Sonderpreis erhält Hedda Grabe aus Peine, die ihre Familie während der abendlichen Gespräche im Familienrat von einem Leben mit Verzicht auf tierische Produkte überzeugen konnte. Nun konnten die Gewinner ihre Preise bei einer kleinen Feierstunde im Verlagsgebäude der PAZ in Peine entgegennehmen.

Resonanz auf Wettbewerb war groß

Ob plastikfreies Badezimmer, die Verwendung von Glas- statt Plastikflaschen, Müll sammeln, Verreisen mit dem Zug statt Auto oder Flugzeug, der Bau von Insektenunterkünften oder die Eigenproduktion von Müsliriegeln und vieles mehr: Die Resonanz auf die Klima-Challenge war beachtlich, zahlreiche junge Menschen beteiligten sich an der Aktion und luden Beiträge sowie Fotos ihrer privaten Anstrengungen zum Schutz von Umwelt und Ressourcen auf dem Portal #EsIstUnsErnst hoch.

Die Chefredakteurin der drei Zeitungen, Stefanie Gollasch, überreichte die Preise und erklärte noch mal den Ansatz der Challenge. „Bei den ,Fridays-for-Future’-Demonstrationen wird euch ja gern mal unterstellt, dass es hauptsächlich ums Schuleschwänzen geht – mit unserem Wettbewerb wollen wir zeigen, dass Ihr euch wirklich für Klima- und Umweltschutz einsetzt und es ernst meint“, sagte Gollasch. Sie sei sehr erfreut über das große Interesse und die Ergebnisse des Wettbewerbs, betonte sie.

„Respekt und Anerkennung“

Markus Wedig, der die Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine als Sponsor vertrat, lobte die jungen Teilnehmer ebenfalls für ihr Engagement. Für ihn sei es wichtig, dass sich alle Menschen weltweit beteiligen, um Umwelt und Klima zu schützen. Dabei verwies er auf den ökologischen Fußabdruck, den jeder Mensch hinterlasse. „Aber auch denjenigen, die es nicht auf das Treppchen geschafft haben, möchte ich meinen größten Respekt und höchste Anerkennung aussprechen. Ihr habt das großartig gemacht – danke!“, fügte er hinzu.

Dr. Günther Scherelis, Sprecher für den Themenbereich Umwelt und Nachhaltigkeit bei Volkswagen, erinnerte daran, dass selbst vor 40 Jahren Klimaschutz schon ein Thema gewesen sei – allerdings habe man dem damals nicht so große Bedeutung beigemessen. Er gab aber auch zu bedenken, dass man, um Energie zu sparen, nicht länger so weitermachen könne wie bisher. Scherelis führte den Anwesenden aber auch vor Augen, was zu einer nachhaltigen Produktion von Lebensmittel im heimischen Garten alles dazugehört – vom Graben und Jäten bis zum Schnippeln und Kochen.

Hauptgewinner engagiert sich in mehreren Projekten

Christian Mews, Umweltdezernent beim Landkreis Peine, und Ralf Schürmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Peine, sowie Stefanie Gollasch hatten die Jury gebildet und befassten sich lange mit den eingereichten Beiträgen, bevor sie sich für die vier Gewinner entschieden.

Schließlich fiel die Entscheidung zugunsten von Benjamin Swinka, der sich über ein iPad freuen darf. Er konnte die Jury mit nicht nur einer Idee überzeugen, sondern hat gleich sechs Projekte eingereicht. Dazu zählen unter anderem der Einsatz für das Viehmoor bei Leiferde, das Upcycling von alten PET-Flaschen zu Blumentöpfen mit Selbstbewässerungssystem. Auch seine Müsliriegel stellt der Schüler selber her.

Keine Altersbegrenzung bei Kimaschutz

Eine weitere Gewinnerin ist Malú, da sie „eine echte Haltung zeigt, zu der unglaublich viel Mut gehört“, so Schürmann. Die Achtjährige stellt sich trotz etlicher Anfeindungen jeden Freitag in der Pause auf den Schulhof und hält ein Plakat hoch. „Wir haben nur einen Planeten“, ist darauf in großen Buchstaben zu lesen. „Für den Klimaschutz kann man nicht zu jung sein“, begründet sie ihr Engagement.

Ähnlich sieht es auch Ilse (7) aus Wolfsburg, die mit der Unterstützung ihres Vaters Timo am Wettbewerb teilgenommen hat. Ihr Anliegen ist es, sich für die Insektenvielfalt einzusetzen, und dafür bauen die beiden Unterkünfte für Hummeln. Auch die beiden wurden wie Malú mit einem Huawei-Tablet belohnt.

Und der Sonderpreis geht an Familie Grabe aus Peine: Auf Initiative der elfjährigen Hedda gestalten die Peiner seit März ihren Alltag umwelt- und klimafreundlich und habe viele Verhaltensweisen umgestellt. Als Belohnung dürfen sie nun auf Einladung von VW das gläserne Werk in Dresden besuchen.

Den besonderen Abschluss bildete ein persönlicher Dank von Malú. Sie freut sich nicht nur über ihren Preis, sondern beteuert: „Ich werde weitermachen, bis ich etwas bewirke!“

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